Hallo zusammen.
Eine weitere Woche ist ins Land gegangen und es erweist sich doch als etwas schwierig die gemeinsamen Erlebnisse spontan (und zeitnah…) zusammen zu fassen. Hier aber trotzdem ein Versuch!
Am Samstag, den 19.01.2008, haben wir es gewagt und die gefährliche Reise zum Napapiiri (Nordpolarkreis) und ins Dorf des Weihnachtsmannes auf uns genommen. Nachdem wir uns durch gut zwanzig Zentimeter Neuschnee in die Stadt gekämpft hatten um den Bus gen Norden zu nehmen, mussten wir feststellen, dass dieser bereits abgefahren und innerhalb der nächsten zwei Stunden auch nicht wieder zu erwarten war.
Natürlich konnte das unserer kindlichen Neugier und unserem Enthusiasmus, endlich den einen wahren Santa zu sehen, nichts anhaben. Also investierten wir spontan in ein Taxi (man gönnt sich ja sonst nix) und erlebten die erneute Überraschung, dass es hier tatsächlich günstiger (und ja auch billiger) ist sich zu acht ein solches zu teilen, statt die öffentlich Verkehrsmittel zu nutzen.
Warnschilder über den näher kommenden Joulupukki säumten unseren Weg und die Vorfreude (zumindest auf das Weihnachtsmanndorf) stieg.
Nach unserer Ankunft gaben wir uns zuerst unseren touristischen Instinkten hin, indem wir unsere Köpfe durch die Löcher in Wichtel-Aufsteller steckten, uns gegenseitig beim Überschreiten des Polarkreises fotografierten (auch das ein oder andere Beweis-T-Shirt wurde gekauft) und die nicht zu knapp gesäten Souvenir- und Schmuckgeschäfte unsicher machten.

Dann überquerten wir den ‘Marktplatz’ des Weihnachtsmanndorfes und sahen uns schließlich dem Heim jenes altbekannten Gabenbringers gegenüber. Nachdem auch jene überzeugt waren, die sich bis zum Letzten gesträubt hatten, betraten wir also sein Heiligtum und ergründeten die Geheimnisse seiner Jahrhunderten langen Arbeit.
Wir sahen die Erdachse aus nächster Nähe und auch den komplizierten Mechanismus, mit dem es good old Santa möglich ist jedes Jahr in nur einer einzigen Nacht so viele Häuser heim… äh zu besuchen. Außerdem erfuhren wir, wie die Rentiere die Wüste durchqueren und das Wichtel in Wirklichkeit doch größer sind und gar keine Piepsstimmen haben! (Mehr wird hier aber nicht verraten; wer’s wissen will, muss selber hin!)
Und dann war es soweit. Die Türen öffneten sich und freundliche Wesen in roten Roben führten uns zum Weihnachtsmann. Ein warmes Lächeln umspielte seine Lippen, als er uns fragte, woher wir denn kämen und uns dann nochmals auf Deutsch begrüßte.
Die obligatorische Frage, ob wir denn brav gewesen seien, beantworteten wir natürlich routiniert mit ’Naja… Joa…’
Dann bat er uns zum Foto und seine Augen funkelten vor Freude, als wir uns um ihn reihten. Die Verabschiedung gestaltete sich recht kurz, da der Weihnachtsmann schließlich viele Besucher und auch noch andere Dinge… naja oder vielleicht auch nicht…
Wir verließen jedenfalls das warme Audienzzimmer und begaben uns auf einen heißen Kakao/Kaffee/Tee ins gegenüberliegende Gebäude, um uns für das Weihnachts-Postamt zu wappnen. Dort findet man Bücher mit allen Postleitzahlen der Welt und eine Statistik über bisher eingegangene Wunschzettel, die in Anbetracht des Datums doch recht beachtlich war. Natürlich ließen sich die meisten die Chance nicht nehmen, eine Karte nach Hause zu schreiben, welche dann den offiziellen Weihnachts-Poststempel erhält und nach Wunsch sogar gezielt erst zum Fest zugestellt werden kann.
Draußen war es inzwischen auch schon ausgesprochen (bzw. komplett) dunkel, so dass wir uns entschieden uns ein Taxi für den Rückweg zu bestellen. Dieses bestiegen wir andächtig, wenn auch zähneklappernd und genossen den Gedanken, nach diesem ausgefüllten Tag zu Hause noch ein wenig zu entspannen.
Alles in allem war es ein schöner Besuch im Weihnachtsmanndorf, auch wenn uns die greifbare Menschlichkeit Santas auch die letzten kindlichen Illusionen genommen hat. Spaß hatten wir allemal und davon jede Menge!!
Wir werden sicherlich noch einmal zum Nordpolarkreis reisen, um bei einem warmen Getränk den Sonnenuntergang und das Anspringen der schönen Beleuchtung zu genießen. Und natürlich, um Geschenke zu kaufen!!!!
Beste Grüße und frohe… Tage!
(Anm.: Leider gibt es DAS Foto momentan nur in analoger Form, aber wir finden sicher eine Möglichkeit, es noch in den Blog zu stellen…).