02/01/2008
Die ersten vier Wochen sind um und es ist viel passiert seit dem letzten Bericht!
Der erste Englischunterricht fand statt und hat mir sehr gut gefallen. Es wurde vor allem über die kulturellen Unterschiede der Europäer und zwischen Deutschen und Finnen diskutiert und jeder durfte seine Erlebnisse aus der Arbeitswelt und Freizeit preisgeben. Alle hatten etwas zu berichten und es wurde viel gelacht. Wir stellten fest, dass die Finnen im Gegensatz zu den Deutschen sehr viel lockerer im Bezug auf die Arbeitsweise sind. Hier werden die Deadlines schon mal um ein paar Tage überschritten und man ist mit jedem per Du. Auch der Kleiderstil ist lässiger als in Berlin. Ich habe in diesen 4 Wochen noch nicht einen Mann hier in Anzug gesehn. Halt…. Stop…. Doch am Wochenende in der Disco, doch ich glaube das zählt hier nicht. ![]()
Um aber auch die postiven deutschen Aspekte hervorzuheben, nun folgendes: Wir Deutschen haben, wie viele beim Mittagessen feststellen mussten, eindeutig bessere Tischmanieren (auf Beispiele verzichte ich aber) und sind sehr viel besser im Small-Talk als die Finnen. Wir fanden sehr viel Unterschiede und auch Stereotypen. Als wir aber zum Schluss eine Hausaufgabe aufbekamen waren alle doch etwas erstaunt, hatten wir doch gehofft bis September keine mehr machen zu müssen.
Am Donnerstagabend gingen wir dann alle in das legendäre Lordi-Rocktaurant, das (ihr ahnt es schon) dem Grand-Prix-Gewinner 2006 gehört. Obwohl das Essen sehr teuer war (Bsp: Steak 18,00 €, weshalb ich bei einem Salat blieb) ist es sehr lecker und auf jeden Fall einen Besuch wert. Es gab zwar viele gruselige Staturen, doch irgendwie erinnerte es mich teilweise an eine kleine Ausgabe der Rock ’n’ Roll Hall of Fame in Cleveland, Ohio. Überall hängen Instrumente, CDs, Kostüme etc. von bekannten Rockbands oder Sängern, wie z. B. Kiss.


Am darauf folgenden Tag hatte ich das Vergnügen mit einem Kollegen, einer anderen Praktikantin aus Norwegen und zwei Lehrern aus der Türkei das Provinzmuseum Arktikum in Rovaniemi zu besuchen und eine Führung mitzumachen.

Auch wenn ich schon vorher einmal dort gewesen war, bereue ich es nicht mitgegangen zu sein. Das Artikum zeigt die Lebensart, die Geschichte und die Kultur der Bewohner der nördlichen Hemisphäre. Ich konnte einen „echten“ Bär, einen Eisbär, einen Elch und Rentiere bewundern und mehr über sie erfahren. Zu dem konnte ich auch endlich richtige Nordlichter sehen. Zwar nur auf einem Video, aber dass war schon viel besser als mir die Beschreibung anzuhören und/oder Fotos anzuschauen. Ich habe ja immer noch die Hoffnung eines zu sehen. Mein Pech ist nur, dass sie nur entstehen, wenn es richtig kalt und klar draußen ist und (die, die mich kennen wissen das) ich bei solch einem Wetter eigentlich nicht rausgehe. Da muss ich wohl über meinen Schatten springen.
So weit das Neueste aus Rovaniemi.
Viele Grüsse
Bianca