02/26/2008
Hallo Außenwelt,
so sieht es also nach zwei Tagen andauerndem Schnee draußen aus, einfach wunderschön.


Und doch sind wir alle müde und nicht so gut drauf, warum nur? Soll ich es euch verraten?
Unglücklicherweise haben es sich die Schneeschieberfahrer zur Aufgabe gemacht uns unseren Schlaf zu rauben. Ich sage euch, es gibt einfach nichts Vergleichbares als nachts gegen 2 Uhr aus dem Bett zu fallen und meine Zimmernachbarin auf dem Weg zum Fenster zu treffen, um es zu schließen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der Lärm vorbei ist, nein, die Dinger sind so laut, dass man sie noch durch die doppelten Glasscheiben hören kann. Nach ca. 5 Minuten ist das Spektakel dann vorbei, doch ich weiß gleich werden meine Mitbewohner auf der anderen Seite das Selbe erleben. Wenn ich es dann endlich geschafft habe wieder einzuschlafen kommen sie wieder zurück um direkt vor Tina und meinem Fenster den eingesammelten Schnee abzulagern und einen Schneehaufen zu bauen. Ein wirklich tolles Erlebnis, das jeder einmal erlebt haben sollte. ![]()
Abgesehen davon genießen wir die schöne Winterlandschaft und waren am Wochenende Snowboarden und Schlitten fahren. (Moralische) Unterstützung erhielten wir von Andreas, Franzis Freund, der uns für 5 Tage besuchte und sich die wirklich schönsten Tage ausgesucht hat.
An der Universität war ich bis jetzt mit einer Statistik beschäftigt, die die Entwicklung der Austauschuniversitäten der Fakultät von Kunst und Design zeigt. Die Universität von Lappland besteht aus 5 Fakultäten und jede hat verschiedene Partner in allen möglichen Ländern. Jedes Jahr kommen welche hinzu oder Verträge laufen aus. Meine Aufgabe war es eine Tabelle über die letzten fünf Jahre mit den einzelnen Vertragspartnern im dazugehörigen Land aufzustellen und für jedes Jahr die Anzahl der eingehenden und ausgehenden Studenten und Lehrer einzutragen. Diese Tabelle hilft meinen beiden Kolleginnen leichter zu erkennen welche Länder und welche Universitäten bei den Studenten am beliebtesten sind und mit welchen Universitäten der Kontakt abgebrochen ist.
Ansonsten wird in den Meetings des International Offices schwer diskutiert welche Studenten nun an welche Universitäten im Herbstsemester 2008 gehen werden. Denn dieses Jahr gab es über 100 Bewerbungen und leider nur begrenzte Plätze. So müssen sich einige mit ihrer zweiten oder dritten Wahluniversität abgeben. So habe ich auch das Vergnügen gehabt ein etwas anderes Meeting zu erleben. Denn jeder Fakultätsvertreter kämpfte natürlich für „seine“ Studenten und es wurde sich gegenseitig unterbrochen und heiß diskutiert. Ich war doch etwas erstaunt, lief es doch sonst immer gesittet ab und jeder durfte ausreden. Aber hängt der Finne sich in etwas rein, dann wird bis zum Ende gekämpft.
So viel von mir.
Liebe Grüsse an die Heimat (noch 40 Tage).
Bianca
März 13, 2008 um 3:10
juhu …. DANKE!!
Das höre ich zum ersten mal, Bianca, dass ich „moralische“ Unterstützung geben kann :]
Sonst beschuldigen mich die meisten immer bloß, dass ich an ihrem „moralischen Verschleiß“ mitbeteiligt bin.
LG
Andreas