Die Arbeit die II.
Hallo Leser,
heute war es zum ersten mal hell, als ich morgens die Unterkunft verlassen habe. Und das Beste daran ist, dass es nicht daran lag, dass ich 2 Stunden verschlafen habe. Der Fruehling hält also Einzug. Da fällt auch der Weg zur Arbeit leichter.
In den letzten Wochen habe ich einen Fragebogen zum Thema „Internationale Angelegenheiten“ ausgearbeitet. Diesen habe ich dann an alle 760 Schueler unserer Schulen geschickt. Ich habe 19 stolze Antworten erhalten.
Auch wenn dieses Ergebnis, wie erwartet, etwas mager war, habe ich aus den Antworten ein 19-seitiges Booklet gebastelt, dass mein „Boss“ als „excellent“ bezeichnet hat.
Nun habe ich das Booklet an 9 Personen in verantwortlichen Positionen an den Schulen Rovaniemis geschickt, verbunden mit der Bitte ein Interview mit den Personen fuehren zu duerfen, in dem wir gemeinsam ergruenden wollen, was man tun kann um das Thema „International Affairs“ den Schuelern näher zu bringen. Mal schauen wie das wird. Notfalls muss ich auf mein Finnisch zurueckgreifen.
An dieser Stelle: Danke und Gruesse an Claudia und Duygu, die einen Monat hier waren und mich bei meiner Arbeit unterstuetzt haben.
Gestern und heute habe ich eine Exceltabelle bearbeitet. (Sie hat sich gewehrt, aber ich hab gewonnen) Eine nette Abwechslung zur sonstigen Arbeit.
Mein „Boss“ Jari scheint zur lokalen Beruemtheit zu werden. Er gibt heute eine Pressekonferenz zu seiner Doktorarbeit. Gestern war sogar ein Foto von ihm in der groessten Lokalzeitung „Lappin Kanssa“ (mit Lappland!?)
Markus, der Sportlehrer, der Marcel und mich eigentlich jeden Mittwoch zum Fussball mitnimmt, kam gerade ins Lehrerzimmer und meinte das das heute wahrscheinlich flachfällt, weil er sich im Unterricht verletzt hätte. Als ich ihn fragte was denn passiert sei, antwortete er, dass 186 Kilogramm beim Gewichtheben nicht gut fuer seinen Ruecken gewesen waeren. Ich hab ihm geraten sich einfach wie die deutschen Sportlehrer zu verhalten: Anweisungen geben, aber nie selbst betätigen.
Bis bald
Heiko