**18/02/08 – 29/02/08

Inzwischen ist der zweite Monat diesen Jahres vorbei und damit auch unser zweiter Monat in Lappland.

Da es arbeitstechnisch keine großartigen Neuigkeiten gibt, fasse ich die beiden Wochen einfach zusammen:
Es macht immer noch Spaß bei SmartUs, die Aufgaben liegen mir und fordern mich, die Fortschritte lassen sich sehen und der Abschluss der Projekte Internetpräsenz und Firmenpräsentation steht bevor.

Am Donnerstag den 21ten besuchten wir zusammen mit unserer Englischlehrerin wie geplant den unterirdischen ’Vorführ-Spielplatz’ meines Betriebes.
Jeder genoss die Chance wieder Kind zu sein und sich zu albernen Wettstreits herausfordern zu lassen. Es wurde gerechnet, gekämpft, gerannt, gehüpft und leider auch stellenweise gerutscht, aber am Ende waren alle doch recht zufrieden mit den eigenen Erfolgen.
Mancher zog es sogar in Erwägung, sich bei einem eventuellen Lottogewinn einen eigenen solchen Spielplatz in die zu erwerbende Villa einbauen zu lassen ;]
Auch die anschließende Heimfahrt im Wagen meines Kollegen gestaltete sich als kleines Abenteuer, denn sein ursprünglicher Berufswunsch war es, Busfahrer zu werden…

Am selben Abend beglückte uns dann ein Botschafter aus der Heimat mit dem neuesten Klatsch aus der frühlingshaften Hauptstadt und natürlich mit seiner Anwesenheit [;
Andreas besuchte uns bis zum darauffolgenden Mittwoch und brachte doch tatsächlich das bislang schönste Wetter mit!Unmengen Neuschnee und strahlender Sonnenschein!
Da bot es sich an am Wochenende den Weg ins Skigebiet mit einem zweistündigen Spaziergang (mit kleineren Fotounterbrechungen) zu verbinden.
Außerdem zog es uns gemeinsam erneut ins Lordi’s, denn das ist hier wirklich ein kulturelles und aussagekräftiges Highlight.

Danke für die angenehme Gesellschaft und du kriegst ein Lob, weil du sechs Mädels gleichzeitig (unheimlich tapfer) überlebt hast

C ;]


In der letzten Woche hatten wir dann unsere abschließende Englischstunde und besuchten die Firma, die für den Tourismus in und um und das Image von Rovaniemi ’zuständig’ ist. Die Ausdrücke ’hoch motiviert’ und ’enthusiastisch’ haben von jetzt an für mich eine neue Bedeutung, denn wer mit so viel Begeisterung bei der Arbeit ist, wie der Präsentierende, hat glatt ein Bild im Lexikon verdient.

Dann am Freitag war es so weit!
Mit geschnürtem Ranzen bzw. Rucksack machte ich mich mittags, bei strahlendem Sonnenschein und minus 12 Grad, auf zum Rovaniemen lentoasema, um mein Flugzeug nach Helsinki zu besteigen.
Dort überraschten mich frühlingshafte Temperaturen und leider auch großstadttypisches Frühlingswetter mit Regen und grauem Himmel.
Aber das es nicht an den Strand ging, war ja klar und ich durfte meine Mama und ihren Lebensgefährten endlich wieder in die Arme schließen =]

Unsere Unterkunft für das Wochenende war ein ehemaliges Gefängnis, das zu einem schicken Hotel umgebaut wurde. Jeweils zwei der vormaligen Zellen waren zu einem Zimmer mit großem Bett und Bad (mit Fußbodenheizung!) umgebaut worden und im hoteleigenen Restaurant gab es Gericht mit Titeln wie “Life sentence fort wo“ und “Not guilty“.
Allein das war schon eine Erfahrung wert!

Die Stadt Helsinki lässt sich in wenigen Worten nicht beschreiben, da sie allein architektonisch so viel zu bieten hat, wie kaum eine andere europäische Großstadt. Immer wieder waren wir erstaunt über die kleinen, liebevollen Details an den Häusern und die Abwechslung der Stile innerhalb einer Häuserzeile. Das Wetter spielte eigentlich auch ganz gut mit, nur stürmte es stellenweise mächtig und mir fehlte doch tatsächlich ’mein’ Schnee ;]
Wir flanierten also mit hochgestelltem Kragen, aber weit offenen Auges an vielen Designläden vorbei und ich genoss im Speziellen das Leben auf der Strasse, welches doch einen Unterschied zum eher ruhigen Rovaniemi darstellte.

Am Sonntag ging es früh noch ins außerordentlich interessante Museum für moderne Kunst, das “Kiasma“, und anschließend erschöpft aber glücklich zum Flughafen.
 Der Anflug auf Rovaniemi rief in mir Heimweh wach, nach den verlassenen Strassen, den verschneiten Bäumen und allen Bewohnern unserer doch etwas bescheideneren Unterkunft.
Es war schön wieder ’nachhause’ zu kommen!!

Helsinki ist allerdings wirklich eine Reise wert und ich gönne mir ganz bestimmt noch einmal ein (verlängertes) Wochenende dort, sobald der Sommer angebrochen ist :]

Hier herrschen inzwischen fast minus 20 Grad und die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmel herab. Es ist schön hier in Finnland und es gilt diesen letzten Monat zu überstehen… Allerdings für mich eher wegen dem allgegenwärtig näher rückenden Abschied…

Möpp

Trotzdem freue ich mich auf alle zuhause!
Sorgt dafür, dass der Frühling besser wird, als die Gerüchte es erahnen lassen!
Hopp Hopp :P

*kisses*

   

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